Die Lanze Gottes

Otto von Northeim, geboren um 1020 und gestorben am 11. Januar 1083, war einer der mächtigsten Fürsten seiner Zeit und der Anführer der sächsischen Opposition gegen Kaiser Heinrich IV.

Leben und Wirken:
Herzog von Bayern: Aus der Familie der Grafen von Northeim stammend, wurde Otto im Jahr 1061 von der Regentin Agnes von Poitou mit dem Herzogtum Bayern belehnt (als Otto II.).
Der sächsische Aufstand: Er geriet jedoch in Konflikt mit dem jungen König Heinrich IV., der seine königlichen Rechte in Sachsen massiv ausbaute. Heinrich entzog Otto 1070 das Herzogtum Bayern durch eine fingierte Anklage, was Otto zum erbitterten Gegner des Kaisers machte.
Führer der Opposition: In den folgenden Jahren wurde Otto von Northeim zum zentralen Anführer der sächsischen Fürsten im sogenannten Sachsenkrieg gegen Heinrich IV. Er war ein geschickter Militärstratege und Politiker.
Otto war maßgeblich an der Wahl Rudolf von Rheinfeldens zum Gegenkönig im Jahr 1077 beteiligt und kämpfte bis zu seinem Tod für die Sache der Opposition.

Als Schwiegervater von Konrad II. von Werl und als Hauptgegner des Kaisers Heinrich IV. ist Otto von Northeim eine der Schlüsselfiguren, die das politische Chaos und die Bürgerkriegsjahre des 11. Jahrhunderts im Roman "Die Lanze Gottes" repräsentieren. Seine Rebellion bildet den historischen Hintergrund für die Loyalitätskonflikte und Abenteuer der fiktiven Charaktere.