Canossa
Die Burg der Markgräfin Mathilde von Tuszien lag in Norditalien. Genauer gesagt befindet sich die historische Stätte in der Provinz Reggio Emilia auf einer markanten weißen Sandsteinklippe in den Ausläufern des Apennin-Gebirges.
Die mittelalterliche Festung ist heute nur noch als Ruine erhalten, die jedoch als archäologischer Park besichtigt werden kann.
Der Ort, an dem sich König Heinrich IV. im Winter 1077 demütigte, ist heute eine kleine italienische Gemeinde.
Canossa war der Sitz der mächtigen und kirchenfrommen Markgräfin Mathilde von Tuszien, einer loyalen Verbündeten von Papst Gregor VII.
Hier eskalierte der Konflikt zwischen der weltlichen Macht (König Heinrich IV.) und der geistlichen Macht (Papst Gregor VII.) im Januar 1077
Im Roman "Die Lanze Gottes" dient Canossa als der Ort, an dem die großen politischen und religiösen Linien der Zeit zusammenlaufen. Hier entscheidet sich das Schicksal von Königen und Päpsten, und die Charaktere des Romans werden Zeugen oder Akteure dieses weltgeschichtlichen Dramas. Der Ort symbolisiert die Demütigung der kaiserlichen Macht und den vorläufigen Triumph des Papsttums im Ringen um die Vormachtstellung in der Christenheit.