Heinrich IV., geboren am 11. November 1050 (vermutlich in Goslar) und gestorben am 7. August 1106 in Lüttich, war eine der prägendsten und tragischsten Figuren der mittelalterlichen europäischen Geschichte. Als Angehöriger der Salier-Dynastie stand er im Zentrum des erbitterten Investiturstreits, dem Machtkampf zwischen Kaiser und Papsttum.
Leben und Wirken:
Frühe Jahre und Regentschaft: Heinrich war der älteste Sohn Kaiser Heinrichs III. und der Kaiserin Agnes von Poitou. Bereits 1053 wurde er zum Mitkönig erhoben und trat 1056 nach dem Tod seines Vaters die Herrschaft an, zunächst unter der Vormundschaft seiner Mutter und später unter dem Einfluss mächtiger Erzbischöfe wie Anno II. von Köln und Adalbert von Bremen.
Seine Regierungszeit war geprägt vom Konflikt mit Papst Gregor VII. um die Einsetzung von Bischöfen (Investitur). Der Streit eskalierte, gipfelte in der gegenseitigen Absetzung und Exkommunikation und führte 1077 zum berühmten Gang nach Canossa, bei dem Heinrich als Büßer auftrat, um die Lösung vom Kirchenbann zu erlangen.
Die Auseinandersetzungen führten zu jahrelangen Bürgerkriegen im Reich, in denen sich verschiedene Gegenkönige erhoben, darunter Rudolf von Rheinfelden.
Am Ende seiner Herrschaft wurde Heinrich IV. von seinem eigenen Sohn Heinrich V. zur Abdankung gezwungen.
Als römisch-deutscher König (ab 1056) und späterer Kaiser (ab 1084) ist Heinrich IV. die zentrale historische Referenzfigur in der Hörbuchreihe. Die politischen Entscheidungen, die Aufstände der sächsischen Fürsten und der dramatische Konflikt mit dem Papst bilden das authentische und turbulente historische Umfeld, in das die fiktive Handlung und die Charaktere eingebettet sind.