Die Lanze Gottes

Die Rolle Arnsbergs zur Zeit Kaiser Heinrichs IV. und insbesondere unter der Herrschaft von Konrad II. von Werl-Arnsberg (ca. 1040–1092) war die eines aufstrebenden, kaisertreuen Machtzentrums in Westfalen. Konrad II. war die Schlüsselfigur, die Arnsberg von einem unbedeutenden Ort zum politischen und geografischen Mittelpunkt seiner Herrschaft entwickelte.
Diese Entwicklung Arnsbergs war geprägt von der strategischen Entscheidung Konrads II., seinen Namen nach der kurz zuvor errichteten Burg Arnsberg zu wählen und damit das Machtzentrum von Werl nach Arnsberg zu verlagern. In der Folge wurde Arnsberg zur festen Residenz, die als administratives und militärisches Zentrum der Grafschaft diente.

Während viele sächsische Adlige im Investiturstreit und Sachsenkrieg gegen Heinrich IV. rebellierten, positionierte Konrad II. Arnsberg als einen der wenigen zuverlässigen Stützpunkte für die salische Kaiserpolitik in der Region. Die unerschütterliche Treue Konrads II. wurde vom Kaiser mit Privilegien belohnt, die direkt die Bedeutung Arnsbergs unterstrichen. Die Verleihung des prestigeträchtigen und militärisch wichtigen "Rechts des Vorstreits zwischen Weser und Rhein" hob die strategische Relevanz des Arnsberger Machtzentrums hervor.

Konrad II. von Werl-Arnsberg war somit der Graf, der Arnsberg auf die politische Landkarte des Reiches setzte und durch seine kaisertreue Haltung den Grundstein für die spätere Bedeutung der Stadt als westfälisches Zentrum legte.