Die Lanze Gottes

Bischof Liemar war von 1072 bis 1101 Erzbischof von Bremen und Hamburg (Hammaburg). Er starb am 16. Mai 1101 in Bremen.

Leben und Wirken:
Liemar trat das Erbe des mächtigen, aber auch umstrittenen Erzbischofs Adalbert von Bremen an. Er führte dessen Bestrebungen fort, die Bremer Kirchenprovinz im Norden zu stärken und auszubauen.
Im tobenden Investiturstreit war Liemar ein entschiedener und loyaler Anhänger Kaiser Heinrichs IV. Er stand fest auf der kaiserlichen Seite gegen Papst Gregor VII. und den Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden.
Seine kaisertreue Haltung brachte ihn in direkten Konflikt mit dem Papsttum. Wegen seiner Unterstützung für Heinrich IV. wurde er von Papst Gregor VII. exkommuniziert.
Liemars Erzbistum war ein wichtiges Zentrum der Nordmission, und er spielte eine entscheidende Rolle in der Reichspolitik seiner Zeit.

Als kaisertreuer Erzbischof, der direkt in die Machtkämpfe des 11. Jahrhunderts involviert war, ist Bischof Liemar eine der historischen Persönlichkeiten, die im Roman "Die Lanze Gottes" das politische und kirchliche Umfeld authentisch abbilden. Sein Schicksal, das von Exkommunikation und Loyalität geprägt war, spiegelt die Zerrissenheit der Epoche wider.